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Erstes Tattoo: So bereitest du dich auf die Session vor

Autorenbild: HDC Blogteam
HDC Blogteam
11. Juni
3 Min. Lesezeit

Beim ersten Mal ist die Nervosität normal. Man weiss nicht, wie es sich anfühlt, wie lange es dauert und ob man stillhalten kann.


Die gute Nachricht: Vieles davon hast du selbst in der Hand. Wer vorbereitet kommt, hat eine deutlich angenehmere Session – und das Ergebnis wird besser.




Zwei Wochen vorher


Keine Sonne auf die Stelle. 

Sonnenbrand oder frisch gebräunte Haut ist gereizte Haut. Darauf kann nicht gestochen werden, und der Termin müsste verschoben werden.


Keine neuen Experimente. 

Peelings, Enthaarungscremes oder eine Laserbehandlung an derselben Stelle besser vorher abschliessen oder auf danach verschieben.


Haut pflegen. 

Gut mit Feuchtigkeit versorgte Haut nimmt die Farbe besser auf. Eine normale Bodylotion reicht völlig.




Am Vorabend


Kein Alkohol. 

Das ist der wichtigste Punkt überhaupt. Alkohol verdünnt das Blut, dadurch blutet die Stelle stärker und die Farbe hält schlechter. Ausserdem wirst du empfindlicher.

Dasselbe gilt für blutverdünnende Schmerzmittel wie Aspirin. Wenn du verschriebene

Medikamente nimmst, sprich das vorher mit uns ab – aber setz nie etwas eigenmächtig ab.


Schlaf. 

Wer ausgeruht kommt, hält deutlich besser durch. Müdigkeit senkt die Schmerztoleranz spürbar.



Am Tag selbst


Iss richtig. 

Eine vollwertige Mahlfahrt ein bis zwei Stunden vorher. Nicht nüchtern kommen – Kreislaufprobleme während einer Session kommen fast immer von einem leeren Magen.


Trink genug. Über den ganzen Tag verteilt, nicht erst kurz vorher.


Zieh das Richtige an. 

Bequeme Kleidung, die die Stelle gut zugänglich lässt und die dir nichts ausmacht, wenn ein Tropfen Farbe drankommt. Dunkle Sachen sind sicherer. Bei einer Stelle am Oberschenkel lieber kurze Hose als enge Jeans.


Nimm etwas mit. 

Kopfhörer, Powerbank, eine Kleinigkeit zu essen und etwas zu trinken. Bei längeren Sessions ist das Gold wert.




Was du zur Session wissen solltest


Wie es sich anfühlt

Die meisten beschreiben es als ein Kratzen oder Brennen – unangenehm, aber gut auszuhalten. Die Haut gewöhnt sich nach den ersten Minuten teilweise daran.

Wie stark es sich anfühlt, hängt stark von der Stelle ab. Rippen, Knöchel und Ellenbogen sind empfindlicher als Oberarm oder Oberschenkel.


Dass du Pausen machen darfst

Du musst nicht durchhalten. Sag Bescheid, wenn du eine Pause brauchst, dir schwindlig wird oder du etwas trinken willst. Das ist normal und für uns überhaupt kein Problem.


Wie lange es dauert

Das besprechen wir vorher. Bei grösseren Motiven planen wir bewusst mehrere Sessions, statt dich sechs Stunden auf der Liege zu halten.




Betäubungscreme: Bitte nicht auf eigene Faust

Viele lesen online von Betäubungscremes. Dazu ein klares Wort, denn die Rechtslage in der Schweiz ist eindeutig.


Die bekannte Creme mit den Wirkstoffen Lidocain und Prilocain gehört in der Schweiz zur Abgabekategorie B und ist damit rezeptpflichtig. Sie darf nur auf ärztliche Verschreibung und unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden. Wir dürfen sie dir weder verkaufen noch auftragen.


Wenn dich das Thema beschäftigt, sprich vorab mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt.

Finger weg von Onlineshops. Im Ausland werden hochdosierte Lidocain-Produkte ohne jede Kontrolle verkauft.


Der Wirkstoff wird über die Haut aufgenommen, und bei grossflächiger Anwendung oder Überdosierung sind ernsthafte Reaktionen bis hin zu Herz-Kreislauf-Problemen möglich.

Dazu kommt ein praktischer Punkt: Betäubungscremes verändern die Hautstruktur. Die Haut quillt leicht auf, was das Stechen erschwert und das Ergebnis beeinträchtigen kann. Sag uns deshalb in jedem Fall, wenn du etwas aufgetragen hast.


Nach der Session


Die Pflege in den ersten zwei bis drei Wochen entscheidet darüber, wie dein Tattoo dauerhaft aussieht: nicht kratzen, keine Krusten abziehen, keine Sonne, kein Schwimmbad und keine Sauna.


Du bekommst von uns eine genaue Anleitung mit nach Hause. Und wenn du unsicher bist, ob etwas normal aussieht – melde dich einfach.


Kurz zusammengefasst

  • Kein Alkohol am Vorabend, das ist der wichtigste Punkt

  • Richtig essen vor dem Termin, nie nüchtern kommen

  • Bequeme, dunkle Kleidung, die die Stelle zugänglich lässt

  • Betäubungscreme ist in der Schweiz rezeptpflichtig – nicht im Ausland bestellen





«Wie empfindlich ist welche Stelle?»

80%

Rippen, Knöchel, Ellenbogen. Wenig Gewebe über dem Knochen, deutlich spürbarer.

50%

Unterarm, Wade, Schulterblatt. Gut auszuhalten, auch beim ersten Mal.

30%

Oberarm, Oberschenkel, Rücken. Die angenehmsten Stellen für ein erstes Tattoo.





Deine Idee, in Ruhe besprochen

Beim ersten Tattoo gehört die Beratung dazu. Sorina schaut sich deine Idee an,

bespricht Motiv, Grösse und Platzierung mit dir und erklärt dir genau,

wie der Termin ablaufen wird.




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